Homepage
https://www.rosenberg-ayurmed.com/Was-ist-Ayurveda? Text bitte nicht
vervielfältigen nur zum eigenen Gebrauch
Das Besondere am Ayurveda, der alten
Lebens- und Heilkunde Indiens, ist seine umfassende Sicht auf das Leben.
Er berücksichtigt gleichzeitig verschiedene Einflussfaktoren, die das
Gleichgewicht eines Menschen fördern oder stören, und kann dadurch
wertvolle Hilfe leisten, um mehr Balance und Lebensfreude zu erfahren.
Der Mensch ist ein Teil der Natur; denn alle Kräfte, die im menschlichen
Körper wirken, sind auch in der äußeren Natur zu finden; daher nutzt der
Ayurveda natürliche Mittel, um uns zu regenerieren und zu stärken. Wer
in seinen Lebensgewohnheiten und in der Ernährung darauf achtet,
Ungleichgewichte immer wieder auszubalancieren, der kann mehr
Wohlbefinden als Frucht dieser Handlungsweise ernten. Einerseits kann
alles stärken und nähren, und andererseits kann alles auch störend für
die Balance wirken. Es kommt nur immer darauf an, den Lebensstil an die
gegebenen Umstände und Einflussfaktoren anzupassen. Ayurveda heißt auch
das Wissen vom langen Leben; denn es geht darum, gesund und erfüllt von
Lebensenergie älter zu werden und gar nicht erst chronisch krank zu
werden. Der Ayurveda blickt inzwischen auf eine mehr als 2500 Jahre
währende Geschichte zurück. Nach seiner Meinung trägt jeder Mensch die
notwendigen Ressourcen für Gesundheit in sich, ganz im Sinne von
Paracelsus, nach dem der Patient Arzt und der Arzt sein Gehilfe ist. Die
drei Doshas - Bausteine des Lebens Alle Lebensvorgänge basieren auf drei
grundlegenden Kräften, die sowohl körperliche als auch psychische
Komponenten beinhalten. Im Sinne von Lebensenergien stehen diese
sogenannten Doshas an der Schwelle zwischen dem Körper und der Psyche
und regulieren in dynamischer Weise alle Funktionen des Organismus. Kurz
gesagt handelt es sich dabei um: • Vata das Prinzip der Bewegung • Pitta
das Prinzip der Transformation und des Stoffwechsels • Kapha das Prinzip
der Stabilität und Substanz Im Sinne der Elemente ist Vata mit Wind und
Raum, Pitta mit Feuer und Wasser und Kapha mit Erde und Wasser
assoziiert. Das Gleichgewicht dieser drei Prinzipien führt zu
Gesundheit, das Ungleichgewicht zu Krankheit. Insofern ist Gesundheit
kein statischer Zustand, sondern das Ergebnis eines dynamischen
Fließgleichgewichts, welches jederzeit in eine Richtung kippen kann.
Balancierende Einflüsse schwächen zu starke Doshas und stärken zu
schwache Doshas, so dass das verloren gegangene Gleichgewicht wieder
hergestellt wird. Jeder Aspekt der Lebensführung, jeder Umwelteinfluss,
alle sozialen Kontakte haben einen besonderen Einfluss auf die Doshas
und fördern bzw. schwächen das jeweilige Gleichgewicht. So wird z.B.
durch eine Reise mit vielen neuen Eindrücken Vata gestärkt, Schlaf
hingegen fördert Kapha, Streit führt zu einem Anstieg von Pitta. Von
Kochtöpfen und der ayurvedischen Konstitution Jeder Mensch weist eine
individuelle Mischung dieser drei Doshas auf, die seine ihm angeborene
Konstitution ausmacht. Überwiegt in einer Konstitution beispielsweise
Pitta, ist dieser Mensch leichter anfällig für Erkrankungen, die ein zu
starkes Pitta beinhalten, z.B. Entzündungen. Es gibt aus Sicht des
Ayurveda keine Ernährungsform, die für alle Menschen gleichermaßen gut
ist. Eine an sich gesunde Ernährung kann, wenn sie im Konflikt mit der
Konstitution oder der aktuellen Befindlichkeit eines Menschen steht,
sogar krank machen. Das Gleichgewicht der drei Dosha-Kräfte wird in den
alten ayurvedischen Lehrbüchern mit einem ganz einfachen Bild
beschrieben. Stellen wir uns einen Kochtopf vor, der auf einem offenen
Feuer steht. Der Kochtopf repräsentiert das Kapha-Prinzip. Das Feuer
entspricht Pitta, und der Wind, der notwendig ist, um das Feuer
anzufachen, entspricht Vata. Wenn nun der Kochtopf zu voll ist, d.h. zu
viel Kapha da ist, dann kocht das Essen über und erstickt das
Verdauungsfeuer. Ist aber zu wenig Speise im Topf, dann brennt das Essen
an. Wenn das Feuer zu stark ist, kann ebenfalls kein guter
Garungsprozess stattfinden, d.h. die Verdauungsfunktion ist gestört. Aus
ayurvedischer Sicht entstehen sehr viele chronische Probleme dadurch,
dass die Verdauung nicht richtig arbeitet. Kommen wir zurück zu unserem
Bild. Wenn das Wind-Prinzip Vata zu stark ist, dann wird das Feuer unter
Umständen ausgeblasen. Ist aber zu wenig Vata da, erhält das Feuer zu
wenig Sauerstoff und brennt auch nicht richtig. So können wir sehen,
dass alle drei Prinzipien gleichermaßen gegenwärtig sein müssen, damit
der Körper richtig arbeiten kann. Neben der Ernährung bietet der
Ayurveda eine Vielzahl von Ansätzen, um das Gleichgewicht zu fördern,
dazu gehören der zur persönlichen Konstitution passende Ablauf des
Tages, die Bewegung und die richtige Form der Entspannung. Es ist
möglich, viele alltägliche Erfahrungen im Lichte des Ayurveda
einzuordnen und zu beurteilen und sich dadurch mehr im Gleichgewicht zu
fühlen. Ayurveda als Glücksbringer?! Das Ziel des Ayurveda ist ein Leben
in Freude und Gesundheit. Und diesem Ziel kommen wir näher, je besser
wir uns und unseren Körper kennenlernen und seine Reaktionen verstehen.
Es ist logisch, eine Eigenschaft, die zu stark ist, durch deren
Gegenteil auszugleichen. Insofern ist der Ayurveda nicht weniger
wissenschaftlich als die modernen Konzepte der Gesundheit. Nur folgt er
einer anderen Form der Betrachtung. Der Ayurveda will nicht zählen und
messen, sondern die Eigenschaften und Einflüsse in ihrer Gesamtheit
erfassen. Ein größeres Gleichgewicht ist die Basis für mehr
Selbsterkenntnis, so dass es leicht fällt, den Ayurveda in das tägliche
Leben einzubauen. Bemerkenswert ist die starke Betonung, die der
Ayurveda auf die Eigenverantwortlichkeit legt. Wir haben also die
Chance, unsere Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, und können
selbst viel dafür tun, dass sich unangenehme Störungen wieder
verringern.