ZWERCHFELL-BAUCH-ATMUNG
Ein grosser Teil der Menschen leben eine
bestimmte Form der Atmung-die Zwerchfell- oder Bauchatmung, bei der sich
die Bauchdecke entspannt, was besonders wohltuend ist. Vielleicht atmen
Sie sie bereits auf diese Weise möglicherweise auch nicht. Falls nicht
werden Sie im Verlauf der Konzentration auf die Bauchatmung ihr eigenes
Atemmuster bewusster wahrnehmen und wahrscheinlich von selbst immer mehr
zur Bauchatmung übergehen, die langsamer und tiefer ist als die Brust
Atmung. Babys atmen noch aus dem Bauch Erst mit den Jahren gewöhnen wir
uns die meist kurze und flache Brustatmung an. Da das Zwerchfell an
jedem Atemablauf beteiligt ist wird die Zwergfellatmung besser mit dem
Ausdruck Abdominale Atmung oder Bauchatmung beschrieben. Um sich den
Ablauf dieser Form der Atmung besser vorstellen zu können ist es
hilfreich sich ein wenig mit dem Vorgang vertraut zu machen mit dem der
Körper die Lungen mit Luft füllt und sie wieder leert. Beim Einatmen
zieht sich das Zwerchfell zusammen und wird flacher. Dieser Zug nach
unten bewirkt eine Erweiterung des Brustraums was zu einer Abnahme des
Luftdrucks in den Lungen führt. Die einströmende Luft gleicht diesen
Unterdruck wieder aus. Nach der Kontraktion des Zwerchfells folgt eine
Phase der Entspannung. Der Muskel lockert sich und geht in seine
ursprüngliche nach oben gewölbte Position zurück, wodurch den Brustraum
wieder kleiner wird. Der Druck nimmt wieder zu und infolge dessen wird
die Luft aus den Lungen gepresst und durch die Nase oder den offenen
Mund ausgeatmet. Bei jedem Atemzug wird also die Luft durch die
Kontraktion des Zwerchfells und sein Absinken in die Lungen gezogen und
in der Phase der Entspannung in der sich das Zwerchfell nach oben wölbt
wieder ausgestoßen. Sind die Muskeln der Bauchdecke angespannt trifft
das Zwerchfell bei der Kontraktion auf Widerstand und kann sich nicht
sehr stark abflachen. Das Resultat ist ein flacher Atem der überwiegend
im Brustraum stattfindet Bei der Bauch- oder Zwerchfellatmung geht es
darum die Muskeln so gut wie möglich zu entspannen. Beim Einatmen wölbt
sich die Bauchdecke ganz von selbst leicht nach außen und das Zwerchfell
drückt von oben einen sanften Druck auf die Bauchhöhle aus. Es kann sich
weiter absenken das Einatmen verlängert sich und die Lungen werden mit
mehr Luft gefüllt. Beim Ausatmen strömt entsprechend mehr Luft aus, so
dass sich der ganze Atemzyklus verlangsamt und vertieft. Wer nicht daran
gewöhnt ist den Bauch zu entspannen findet die Umstellung auf die
Bauchatmung anfangs manchmal ein wenig schwierig und frustrierend.
Bleibt man aber bei der Bauchatmung ohne die zu vorzieren wird sie einem
schon nach kurzer Zeit ganz natürlich vorkommen. Kleine Kinder bemühen
sich beim Atmen nicht darum den Bauch zu entspannen, sie sind schon
entspannt. Wenn wir älter werden setzen sich in unserem Körper leicht
chronische Verspannungen fest und es kann eine Weile dauern bis wir den
Dreh heraus haben.
Liebe Grüsse und viel Erfolg Euer
Körper wird es Euch danken. KARL